Mitarbeiter*innen testen Mitarbeiter*innen

Mitarbeiter*innen testen Mitarbeiter*innen

Freiwillige Rotkreuz-Rettungssanitäter*innen testen wöchentlich in den Betrieben ihre Kolleginnen und Kollegen und setzen somit einen wichtigen Schritt gegen etwaige Clusterbildungen in Büros und Produktionsstätten.  Andrea Pretterer und Lukas Reisinger kommt in der Pandemiebekämpfung eine besondere Bedeutung zu bei Eternit. 

„Der Nächste bitte“, heißt es jeden Dienstag und Donnerstag bei der Firma Eternit in Vöcklabruck. Zu festgelegten Zeiten können sich hier Mitarbeiter*innen aus Büro und Produktion anmelden, um sich einfach und rasch testen zu lassen. Höchstens fünf Minuten beträgt die Wartezeit, das Testergebnis haben die Kolleg*innen schon 15 Minuten nach dem Test ganz bequem am Handy. Manfred Lehrl, Mitarbeiter der Produktion berichtet, dass er nun direkt nach der Arbeit seinen Vater im Seniorenheim besuchen kann. Eine Erleichterung für ihn, gerade nachdem ein Besuch dort aufgrund der Corona-Maßnahmen lange gänzlich untersagt war. 

Doch wie kommt es dazu, dass Eternit am eigenen Standort zweimal wöchentlich testen lassen kann? 

 

Testabnahmen unter Kolleg*innen

Eternit hat Glück – denn mit Andrea Pretterer und Lukas Reisinger kann Eternit zwei Mitarbeiter*innen aufweisen, die in ihrer Freizeit als Rettungssanitäter bzw. –sanitäterin beim Roten Kreuz arbeiten. Als diese haben sie auch die Schulung für die Testabnahmen durchlaufen und sich zudem bereit erklärt, in ihrer Arbeitszeit die Testungen durchzuführen. Lukas Reisinger, 25 Jahre, Trainee zum Eternit-Facharbeiter und seit 2018 beim Roten Kreuz dazu: „Wir setzen mit Testabnahmen in unserem Betrieb einen ganz wichtigen Schritt gegen die Pandemie. Dieses Tun ist sinn- und wirkungsvoll, für uns war es sofort klar, dass wir hier helfen wollen.“ Andrea Pretterer, seit 1990 im Unternehmen und bereits seit über 35 Jahren beim Roten Kreuz, ergänzt: „Außerdem hat es uns Eternit leicht gemacht: es wurde ein Raum gefunden, wo wir nicht immerzu alles her- und wieder wegräumen müssen, und sich ein Einbahnsystem etablieren ließ. So haben wir schnell einen effizienten ‚Modus operandi‘ gefunden.“ 

 

Wichtige Maßnahme gegen Clusterbildungen

Claudia Pasch, Leiterin „Human Resources und Recht“ zeigt sich erleichtert: „Für uns als produzierendes Unternehmen ist es immens wichtig, dass nicht ganze Abteilungen oder Schichtgruppen ausfallen. Darum sind wir froh, mit Hilfe von Andrea Pretterer und Lukas Reisinger zweimal wöchentlich unsere Mitarbeiter*innen testen zu können. Und das Angebot wird sehr gut angenommen. Die Testabnahmen steigen, zur Zeit sind es zwischen 120 und 130 Testabnahmen in der Woche. Und wir sind zuversichtlich, dass das im Lauf der Zeit noch mehr werden.“ 

Die perfekte Win-Win-Situation: Der Aufwand lohnt sich für Unternehmen und Mitarbeiter*innen, und der Pandemie wird auch noch Paroli geboten, dank der Doppelrolle, die den Freiwilligen des Roten Kreuzes zugefallen ist. 

 

Quelle/Credit: OÖRK/Scheuch, honorarfrei

  

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